Wenn die ersten Blätter bunt werden, die Luft nach frischem Laub riecht und die Sonne morgens nur noch schwach scheint, weiß ich: Der Herbst ist da. Für mich ist das die schönste Zeit des Jahres, weil sie nach Gemütlichkeit, warmen Mahlzeiten und gemeinsamer Zeit in der Küche ruft. Besonders schön ist es, diese Zeit mit meinem Hund zu teilen. Denn auch er freut sich über die frischen Düfte in der Küche, neugierige Blicke auf das, was auf den Teller kommt, und kleine Leckereien zwischendurch.

Saisonal zu essen hat für mich in dieser Jahreszeit einen ganz besonderen Charme: Obst und Gemüse sind frisch geerntet, voller Geschmack und Nährstoffe. Außerdem macht es einfach Spaß, zusammen mit dem Hund neue Lebensmittel zu entdecken und zu probieren – natürlich immer angepasst an seine Bedürfnisse.


Warum saisonal essen im Herbst so sinnvoll ist

Es gibt viele Gründe, warum saisonales Essen im Herbst besonders gut ist:

  • Frische Produkte: Lebensmittel, die gerade Saison haben, sind frisch vom Feld oder Markt. Sie enthalten die meisten Nährstoffe und schmecken einfach besser.
  • Bessere Verträglichkeit: Frisches Obst und Gemüse sind leichter verdaulich, auch für Hunde.
  • Nachhaltigkeit: Regional einkaufen reduziert lange Transportwege und unterstützt lokale Bauern.
  • Abwechslung auf dem Teller: Herbstgemüse bringt Farbe, Geschmack und neue Rezepte – für uns und unsere Vierbeiner.

Ich persönlich liebe es, bewusst durch die Märkte zu schlendern, die bunten Kürbisse zu bewundern, Äpfel zu probieren und mich inspirieren zu lassen, was wir gemeinsam kochen könnten. Mein Hund ist meist schon mit dabei, schnuppert neugierig an den Körben und wartet geduldig auf kleine Probierhäppchen.


Lieblings-Herbst-Lebensmittel für Mensch und Hund

Kürbis – der Allrounder des Herbstes
Kürbis ist für mich das typische Herbstgemüse. Ob Hokkaido, Butternut oder Muskatkürbis – alle Sorten sind super für Mensch und Hund. Für Hunde ist Kürbis leicht verdaulich, reguliert die Verdauung und ist kalorienarm. Bei uns Menschen liefert er Beta-Carotin, das gut für Augen und Haut ist, und viele Mineralstoffe.
Mein Tipp: Kürbis weich dünsten oder pürieren. Schon der Duft in der Küche sorgt für Herbststimmung. Mein Hund sitzt dann immer neugierig daneben und wartet auf ein kleines Stück.

Karotten – knackig und süß
Karotten sind einfach unschlagbar. Sie sind roh oder gekocht ein toller Snack, unterstützen bei Hunden die Zahnpflege und liefern uns viele Vitamine und Ballaststoffe. Besonders schön ist es, wenn mein Hund sie als Snack neben mir knabbert, während ich die Karotten für einen Salat oder Auflauf vorbereite.

Äpfel – saftig und vielseitig
Herbstzeit bedeutet Apfelzeit! Die ersten saftigen Äpfel direkt vom Baum oder frisch vom Markt sind ein Hochgenuss. Für Hunde schneide ich sie in kleine Stücke und entferne immer die Kerne, denn die enthalten Giftstoffe. Menschen können Äpfel roh essen, zu Mus verarbeiten oder in warmen Gerichten genießen. Ich liebe es, abends zusammen Äpfel zu schneiden, während mein Hund gespannt zuschaut und sich über ein paar Probierstücke freut.

Rote Beete – die farbenfrohe Knolle
Rote Beete ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch gesund. Sie enthält Eisen, Folsäure und Ballaststoffe. Für Hunde sollte sie gekocht und nur in kleinen Mengen gegeben werden, da sie sonst schwer verdaulich ist. Für uns Menschen ist sie roh, gekocht oder gedünstet ein Genuss. Besonders im Herbst liebe ich es, rote Beete in Kombination mit Äpfeln oder Karotten zu servieren – die Farben alleine machen schon gute Laune.

Kohl & Co. – gesund und vielseitig
Grünkohl, Wirsing, Brokkoli oder Rosenkohl sind im Herbst frisch und vitaminreich. Für Hunde empfehle ich, Kohl gegart zu servieren, da er roh schwer verdaulich sein kann. Für uns Menschen kann Kohl auch roh in Salaten oder leicht gedünstet genossen werden. Ich finde es besonders schön, meinen Hund an den Gerichten teilhaben zu lassen – kleine Portionen der gegarten Gemüse schmecken ihm oft genauso gut wie mir.

Pilze – herbstlicher Genuss mit Vorsicht
Pilze gehören für mich unbedingt in die Herbstküche. Frische Champignons oder Steinpilze sind für beide geeignet, wichtig ist nur: Keine giftigen Pilze aus Wald oder Garten. Pilze liefern Mineralstoffe und B-Vitamine und sind kalorienarm. Mein Hund ist immer neugierig, wenn ich Pilze vorbereite, und darf ab und zu ein Stückchen probieren.

Kürbisgewächse & Hülsenfrüchte – sättigend und gesund
Neben Kürbis und Kohl gehören auch Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen zu den tollen Herbstzutaten. Sie liefern wertvolle Proteine und Ballaststoffe und lassen sich gut mit Gemüse kombinieren. Für Hunde immer gut gegart servieren, für uns Menschen können sie vielseitig gewürzt werden.


Tipps für gemeinsames Kochen

  • Neue Lebensmittel langsam einführen: Besonders wichtig für Hunde, um die Verdauung nicht zu überlasten.
  • Roh vs. gegart: Viele Gemüse können wir Menschen roh essen, Hunde bekommen sie besser gekocht.
  • Portionskontrolle: Kleine Mengen reichen oft schon, besonders bei ballaststoffreichen Lebensmitteln.
  • Rituale schaffen: Lass deinen Hund schnuppern, neben dir sitzen oder kleine Proben bekommen – das macht Kochen zu einem gemeinsamen Erlebnis.
  • Geschmacksvielfalt: Experimentiere mit verschiedenen Herbstzutaten. So lernen Hund und Mensch immer neue Aromen kennen.

Zwei einfache Rezeptideen für Herbstgenuss

1. Kürbis-Karotten-Brei

  • Zutaten: Kürbis, Karotten, etwas Wasser
  • Zubereitung: Gemüse weich kochen, pürieren. Für den Hund naturbelassen servieren, für uns kann noch ein Schuss Öl oder ein paar Kräuter dazugegeben werden. Ein einfaches, gesundes Gericht für kühle Herbsttage.

2. Apfel-Karotten-Leckerlis

  • Zutaten: Karotten, Apfel, Haferflocken
  • Zubereitung: Alles pürieren, kleine Kugeln formen und leicht backen. Perfekt als Snack für beide – für unterwegs oder als kleine Belohnung zwischendurch.

Fazit

Der Herbst ist die ideale Zeit, um bewusst saisonal zu essen – für uns und für unsere Hunde. Die Vielfalt an Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln sorgt für Farbe, Geschmack und Nährstoffe auf dem Tisch. Wer gemeinsam kocht, kann nicht nur die Ernährung verbessern, sondern auch die Bindung zwischen Mensch und Hund stärken. Gemeinsam schnuppern, probieren und genießen macht die Mahlzeiten besonders wertvoll – und zeigt, dass gesunde Ernährung Spaß macht und verbindet.

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